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  • Jens Fischer Rodrian

Die Retter der Welt

Bill Gates bekam letzte Woche ein ungewöhnliches Forum,

die Tagesthemen. Ungewöhnlich auch, weil der Beitrag länger war als üblich. Knapp zehn Minuten durfte er für die größte Impfaktion, die die Welt je gesehen hat, werben. „Wir werden den Impfstoff sieben Milliarden Menschen verabreichen“, so Gates.


Zur Erinnerung, Gates hat zu Zeiten, in denen er bei Microsoft tätig war, unzählige Konkurrenten aus dem Geschäft gedrängt und die Wettbewerbsrichtlinien mehrfach verletzt. Er hat über viele Jahre hingenommen, dass für seine Produkte Rohstoffe durch Kindesarbeit abgebaut, ganze Landstriche verseucht wurden und die Indigene Bevölkerung in den Gebieten ihren Lebensraum verloren hat. Gates wurde zu einem der reichsten Männer der Welt.


Bill Gates ist der grösste private Geldgeber der WHO, die zu 80% aus sachbezogenen Spenden finanziert wird, d.h. der Spender entscheidet, wofür sein Geld eingesetzt wird.

Ein Großteil seiner Gelder für die Stiftung kommt neben seinem Privatvermögen (geschätzt 80 Milliarden Dollar) aus Anteilen an Coca Cola, Walmart und den Pharmakonzernen Novartis, Roche und anderen.


Durch seinen Einsatz seien, so sagt man, viele Menschenleben gerettet worden, aber seine Impfkampagnen sind in Fachkreisen umstritten und haben weltweit viel Unheil angerichtet. Seine Impfprogramme mussten 2017 in Indien gestoppt werden, weil sie dort bei 490.000 Kindern zu einer Erhöhung der akuten Erschlaffungslähmung geführt haben, das hat die WHO mittlerweile bestätigt.


Bill Gates unterstützt im Kampf gegen Corona auch das deutsche RKI mit 253.000 Dollar und die Charité mit 249.000 Dollar.

Gates träumt von einem Impfstoff, mit dem er alle Menschen gegen Covid 19 impfen kann, ob sie es wollen oder nicht. Zwangsimpfungen werden von einigen Regierungen (z.Bsp. Dänemark) schon diskutiert. Das Ganze sei in 18 Monaten umsetzbar. Normalerweise dauert so etwas 4 bis 5 Jahren, um die Nebenwirkungen minimieren zu können. Doch die Zeit hat man nicht. „Zu der Normalität vor Corona werden wir erst dann zurück kehren können, wenn wir entweder ein Wundermittel gefunden haben, das in 95% der Fällen hilft, oder wenn wir einen Impfstoff entwickelt haben.“


Es wird einem Angst und Bange und erinnert an das Jahr 2009, in dem die Schweinegrippe das Topthema war und viele europäische Regierungen Grippemittel in Milliardenhöhe kauften, die dann später vernichtet wurden.

Arte Dokumentation: Profiteure der Angst https://www.youtube.com/watch?v=1--c2SBYlMY

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